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Abfallwirtschaft Landkreis Waldshut
07.05.2024

Neue Anlage auf dem Lachengraben fördert Klimaschutz

Die Kreismülldeponie Lachengraben verwertet ihre Deponiegase seit heute offiziell mit einer neuen Anlage. Sie ermöglicht es, dass deutlich weniger Methan ausgestoßen wird. Damit leistet sie einen wirksamen Beitrag für den Klimaschutz.

Mit der so genannten Anlage zur regenerativen thermischen Oxidation – RTO-Anlage – werden künftig die bei der Müllverwertung entstehenden Gase und Abluft erfasst und behandelt. Konkret wird das Gas Methan auf bis zu 1000 Grad Celsius heißen Keramik-Oberflächen verbrannt und kann dadurch nicht mehr in die Atmosphäre entweichen. Die Treibhausgas-Emissionen sinken dadurch um 94 Prozent im Vergleich zur bisherigen Verwertung. Für das Klima ist damit viel gewonnen: Methan ist bis zu 25-Mal klimaschädigender als CO2.

Weitere positive Effekte: Die bei der Verbrennung entstehende Wärme kann genutzt werden, um die Gebäude der Deponie zu beheizen und das Sickerwasser zu reinigen.

„Die neue Anlage zeigt eindrücklich, wie die Abfallwirtschaft im Landkreis Waldshut die technischen Möglichkeiten bestmöglich zum Schutz der Umwelt einsetzt. Die errichtete RTO-Anlage ist eine echte Neuerung für den Landkreis Waldshut“, sagt Hansjörg Rotzinger, technischer Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft.

Amtsleiter Elmar Weißenberger ergänzt: „Dank der großzügigen staatlichen Fördermittel im Bereich Klimaschutz kann der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft diese und weitere Maßnahmen durchführen, ohne den Gebührenzahler zu sehr zu belasten. Von den staatlichen Fördermitteln profitieren der Umweltschutz und die Bürger im Landkreis“.

Förderung durch Klimaschutzinitiative
Weil Methangas durch die RTO-Anlage sehr stark reduziert werden kann, wird die Maßnahme von der „Klimaschutzinitiative - Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld“ zweckgebunden mit 711.358 Euro bezuschusst. Das entspricht 60 Prozent der Investitionskosten.

Von der Genehmigung bis zur Inbetriebnahme
Die Plangenehmigung des Regierungspräsidiums Freiburg wurde am 7. April 2022 erteilt. Der Kreistag beauftragte die Arbeiten in seiner Sitzung am 7. Dezember 2022.
Die Baumaßnahmen konnten bereits im Februar 2024 abgeschlossen werden. Danach wurde die neue Anlage eingefahren und läuft nun seit einigen Wochen stabil und zuverlässig.