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Abfallwirtschaft Landkreis Waldshut

Warum Bioabfall auch Recycling ist

Logo_def_SchriftzugLaut Kreislaufwirtschaftsgesetz gilt als Recycling jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen oder Materialien für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden. Somit gehört auch Bioabfall zum Recycling.

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) fielen 2024 in deutschen Haushalten insgesamt rund 10,63 Millionen Tonnen getrennt gesammelte Bio- und Grünabfälle an. Das sind ca. 128 kg pro Einwohner. Das entspricht einem Anstieg von rund 5,9 % gegenüber 2023 und einem Anteil von etwa 28 % am gesamten Haushaltsaufkommen. Wobei in dieser Summe die Zahlen für die biogenen Abfälle aus dem Gewerbe und der kommunalen Grünpflege noch fehlen, da sie noch nicht separat veröffentlicht sind
Infografik "Was landet in der Restmülltonne", Quelle BundesumweltministeriumDer Anteil von Bioabfällen im deutschen Restmüll liegt derzeit bei durchschnittlich etwa 39 Prozent. Das bedeutet, dass in jedem Haushalt noch immer rund 50 Kilogramm Biomüll pro Person und Jahr in der falschen Tonne landen. Bundesweite Analysen des Umweltbundesamtes zeigen, dass damit die Hälfte aller Essensreste und wertvollen Nährstoffe ungenutzt in der Verbrennung statt in der Biotonne landen. Auch die Haus- und Biomüllanalyse im Landkreis Waldshut aus dem Jahr 2025 bestätigte diese Zahl. Biotonnen-Nutzer können im Landkreis Waldshut mit der Bestellung einer Biotonne also Ihre Restmüll-Menge um ca. 39 % reduzieren – und sparen damit sogar bares Geld!

Wieviel Gas und Strom aus dem im Landkreis Waldshut bisher eingesammelten Biomüll gewonnen wurden, können Sie nachlesen in der Biotonnen-Statistik des Landkreises Waldshut.
Dabei ersetzen 100 m³ Biogas mit einem Energiegehalt von 500 – 750 kW durchschnittlich 60 Liter Heizöl. (Quelle Ministerium für Umwelt Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg 2015, „Power aus der Biotonne“.) Biotonnen-Nutzer werden so zu aktiven Unterstützern der Energiewende. Wussten Sie übrigens, dass aus einer einzigen Bananenschale so viel Energie erzeugt werden kann, dass eine LED-Lampe für etwa 40 Minuten leuchtet?

Aus einer Tonne Bioabfall entstehen ca. 350 – 450 kg Kompost. Diesen nutzen Landwirte, Hobbygärtner und der Gartenbau als Ersatz für Mineraldünger und Torferde, um neue Pflanzen heranzuziehen. Das schont die Umwelt, da die Produktion von Mineraldüngern mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden ist. Mit dem so erzeugten Kompost helfen Sie außerdem, Moore zu schützen. Wenn ausreichend Kompost zur Bodenverbesserung zur Verfügung steht, wird der Torfabbau unattraktiver.
Hand mit Kompost, Fotolia_140443684_M-KompostKompost mit Setzlingen, Fotolia_121336607_M-Setzlinge